Nunu spricht mir mit ihrem Artikel so sehr aus dem Herzen, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.
Ich weiss nicht wie es euch geht, aber die Frage, ob ein Unternehmen zu boykottieren ist, oder nicht ist oft nicht ganz leicht zu beantworten.
Ich werde häufiger gefragt, ob ich Primark, den Textilschweden, die bunten Spanier oder den deutschen Laden mit den 2 Buchstaben ab dem 1. August boykottieren werde.
Wie Nunu so treffend beschreibt, hat diese Medaille 2 Seiten: "Soll man Fast Fashion boykottieren oder nicht? Oft und vor allem von Seiten der Gewerkschafterinnen aus Bangladesch heißt es: Nein, bitte nicht, so haben wir wenigstens einen Job."
Boykott: JA
Ich habe mich für Boykott entschieden. Warum?
Um erneut Nunu zu zitieren: "Weil sich sonst in der Branche überhaupt nix tut. Man kann nicht so weitermachen wie bisher und fordern, dass sich was ändert."
Primark treibt "fast fashion" auf die Spitze. Mal eben schnell eins, zwei T-SHirts, oder auch einen ganzen Sack voll für kleines Geld mitnehmen. Wenn es nicht passt, oder sich aufgrund der schlechtenQualität gleich verzieht, wird es einfach entsorgt.
Kleidung als Einwegprodukt geht gar nicht!
Hier der ganze, sehr lesenswerte Artikel: warum-ich-primark-schlimmer-finde-als-den-rest
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Dienstag, 8. Juli 2014
Dienstag, 29. April 2014
... gegen fast fashion hilft nur bewusstes shoppen
Am 24.04.2014 jährte sich der Einsturz des Rana Plaza in Bangladesch. Über 1100 TextilarbeiterInnen fanden dort den Tod. Sie verarbeiteten sogenannte Fast Fashion (u.a. für Benetton, Kik und Co.) für uns.
Hier findet ihr nüchtern zusammengefasst die Fakten des dramatischen Ereignisses: http://de.wikipedia.org/wiki/Gebäudeeinsturz_in_Sabhar
Klingt im Ergebnis so, als würden der Textilschwede und Co. tatsächlich was unternehmen wollen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter/Innen. Tatsächlich wurde ein Sicherheitsabkommen unterschrieben http://www.saubere-kleidung.de/
Aber das reicht nicht aus. Hunderte Textilarbeiter wurden verletzt, können nie mehr arbeiten und haben bis heute keine Entschädigung enthalten http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/rana-plaza-jahrestag-hilfsfonds
Doch was heisst das jetzt konkret für uns? Schauen wir nun auf Ettikette und kaufen keine Kleidung aus Bangladesch mehr?
Nein, das wäre kontraproduktiv. Wichtig ist sich zu informieren was man kauft. Unter anderem auf Seiten wie www.fairwear.org oder auch bei mir unter: fair-trade-dschungel
und Siegeldschungel II: siegel-dschungel-ii
Einen kleinen Überblick über anständige Mode und Label bei denen ich kaufen würde findet ihr hier: bewusstes shoppen
Insgesamt geht es darum, dass Mode weniger "fast fashion" sondern langsamer, ökologisch und sozial verträglicher wird. Weltweit müssen sich Produktionsverhältnisse verbessern und wir als bewusste Verbraucher können das mit beeinflussen!
Hier findet ihr nüchtern zusammengefasst die Fakten des dramatischen Ereignisses: http://de.wikipedia.org/wiki/Gebäudeeinsturz_in_Sabhar
Klingt im Ergebnis so, als würden der Textilschwede und Co. tatsächlich was unternehmen wollen gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter/Innen. Tatsächlich wurde ein Sicherheitsabkommen unterschrieben http://www.saubere-kleidung.de/
Aber das reicht nicht aus. Hunderte Textilarbeiter wurden verletzt, können nie mehr arbeiten und haben bis heute keine Entschädigung enthalten http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/rana-plaza-jahrestag-hilfsfonds
Doch was heisst das jetzt konkret für uns? Schauen wir nun auf Ettikette und kaufen keine Kleidung aus Bangladesch mehr?
Nein, das wäre kontraproduktiv. Wichtig ist sich zu informieren was man kauft. Unter anderem auf Seiten wie www.fairwear.org oder auch bei mir unter: fair-trade-dschungel
und Siegeldschungel II: siegel-dschungel-ii
Einen kleinen Überblick über anständige Mode und Label bei denen ich kaufen würde findet ihr hier: bewusstes shoppen
Insgesamt geht es darum, dass Mode weniger "fast fashion" sondern langsamer, ökologisch und sozial verträglicher wird. Weltweit müssen sich Produktionsverhältnisse verbessern und wir als bewusste Verbraucher können das mit beeinflussen!
Freitag, 11. April 2014
... 6 Dingen, die man über Kleidung wissen sollte - Lesetip
Hier kurzer lesenswerter Tip. "6 Things You Need To Know About Your Clothes" :
http://urbantimes.co/2014/04/know-about-clothes/
Und ich werde nicht müde immer wieder daran zu erinner!
http://urbantimes.co/2014/04/know-about-clothes/
Und ich werde nicht müde immer wieder daran zu erinner!
Dienstag, 4. März 2014
... Kompensationsfalle
Keine Ahnung warum, aber irgendwie stecke ich gerade wieder in irgendeiner Kompensationsfalle.
Seit ein paar Tagen kaufe ich wieder Zeitschriften. Keine Mengen, eine alle zwei Tage, aber merkwürdig ist schon.
Ich fange sie nur zu lesen an. Dann habe ich entweder keine Zeit, oder vergesse sie am Morgen in die nächste Tasche für unterwegs zu packen. Es kann auch sein, dass ich mich über die Modestrecken wundere und auch ärgere.
Das gesamte Konstrukt ist nur auf Fast Fashion aus. Alle 3 Monate gibt es komplett neue Garderoben. Das "alte" ist schon fast wieder out.
Bio, Öko, faire Mode spielen so gut wie keine Rolle. Ok, haben sie bei mir letztes Jahr um die Zeit auch noch nicht oder wenig. Aber das hat sich ja nun geändert. Man kann anständig einkaufen. Und es ist auch nicht viel teurer! Warum wird darüber so wenig geschrieben?
Nachdenkliche Grüße
Nachdenkliche Grüße
Donnerstag, 9. Januar 2014
... T-Shirt made in Bangladesch
Von Nunu drauf aufmerksam gemacht worden, hier ein sehr guter Artikel, der es sehr gut auf den Punkt bringt: als link
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1514215/TShirt-made-in-Bangladesch_Moral-ist-nicht-eingepreist
und insgesamt:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1514215/TShirt-made-in-Bangladesch_Moral-ist-nicht-eingepreist
und insgesamt:
„T-Shirt, made in Bangladesch“: Moral ist nicht eingepreist
Kritisieren, und trotzdem kaufen. Erklärungsversuch einer Doppelmoral.
Von Adrian Lobe (Die Presse)
Erinnert sich noch jemand? Im Mai 2013 stürzte in Bangladesch eine Textilfabrik ein. Über 1000 Menschen starben. Die Bilder lösten Entsetzen aus, die Empörung war groß. Medien, Wirtschaft und Politik geißelten die katastrophalen Arbeitsbedingungen: Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen und die Arbeitsplatzverhältnisse verbessert werden, war der einhellige Tenor. Große Modeketten wie H&M, Benetton und Zara, die in Bangladesch und anderen Billiglohnländern in großem Stil produzieren, wurden an den Pranger gestellt.
Ein Jahr später ist man wieder am Ausgangspunkt angelangt. Vom moralischen Furor ist wenig geblieben, das Geschäft geht munter weiter. Die Leute kaufen eifrig bei den gebrandmarkten Kaufhausketten ein, das Etikett mit der Aufschrift „Made in Bangladesch“ wird ignoriert. Was zählt, ist der Preis.
Das T-Shirt ist kein Gebrauchsgegenstand mehr, den man über einen längeren Zeitraum trägt, sondern ein Einwegprodukt, das man einmal anzieht und dann in den Müll wirft. Wir gehen verschwenderisch mit Ressourcen um.
Die modernen Sklaven in der Dritten Welt, die oft nicht mehr als einen US-Dollar am Tag verdienen und in erbärmlichen Behausungen leben, müssen für den Überflusskonsum in den Industrienationen schuften. Die Frage ist: Wie lange können wir uns diesen Lebensstil noch leisten? Wie viele Fabriken müssen noch einstürzen, ehe ein Umdenken einsetzt?
Komplizen der Textilindustrie
Die Gutmenschen im Westen, die gern Menschenrechte einfordern und sich in Krisengebieten zum moralischen Scharfrichter aufschwingen, werden zu Komplizen der Textilindustrie. Eine Doppelmoral und üble Heuchelei: Wir zeigen mit dem Finger auf böse Modeketten und Ausbeuter, kaufen aber ihre Produkte – und unterstützen damit dieses Treiben. Wir finden es irgendwie „cool“, ein iPhone in den Händen zu halten, das eine glatte Oberfläche hat, sich perfekt an den Nutzer anschmiegt, wollen aber nicht einsehen, dass an den seltenen Erden oftmals Blut klebt. Wir sehen das Produkt, aber nicht die Leute, die es produzieren.
Fair Trade ist nur eine Nische
Auf modisch gefärbten Jeans erkennt man keine Schweißperlen. Und man sieht auch nicht die verklebten Lungen chinesischer Arbeiter, die Jeanshosen mit einem Giftcocktail aus Chemikalien bearbeiten, damit diese den gewünschten Vintage-Look bekommen.
Natürlich empfinden wir es als himmelschreiende Ungerechtigkeit, wenn wir in den Abendnachrichten die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sehen. Trotzdem gehen wir am nächsten Tag ins Modegeschäft, eben weil es billig ist. Der Homo oeconomicus wägt zwischen Preis und Konsumwert ab. Die Moral ist nicht eingepreist.
Es gibt die Kritiker von Attac und Greenpeace an diesem Geschäftsgebaren. Doch Nichtregierungsorganisationen können dem System nur schwerlich etwas entgegensetzen. Fair Trade ist nur eine Nische. Die Macht der Verbraucher ist die Ohnmacht der Arbeiter.
Ist der mediale Scheinwerfer weg, gerät die Misere in Vergessenheit. Die moderne Konsumgesellschaft ist nicht nur eine Wegwerfgesellschaft, sondern auch eine Wegschaugesellschaft. Wir sehen verschämt weg oder setzen Betroffenheitsminen auf, wenn wir mit der Armut konfrontiert werden.
Wir ergehen uns in Empörungsexerzitien, fordern vehement ein Ende der Ausbeutung, mehr Gerechtigkeit und Fairness. Doch mit unserem Kaufverhalten konterkarieren wir eben unsere wohlfeilen Intentionen. Wir werden die Welt nicht retten. Aber wir sollten unsere hehren Motive nicht an der Kaufhauskasse vergessen.
Adrian Lobe (geb. 1988) studierte Politik- und Rechtswissenschaft in Tübingen und arbeitet als freier Journalist für diverse Medien.
E-Mails an: debatte@diepresse.com
E-Mails an: debatte@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2014)
Sonntag, 8. Dezember 2013
Programmhinweis: Woher kommen unsere Kleider
Nächste Woche ist mein Fernsehprogramm schon fertig bestimmt: schaut mal rein, der WDR hat in der kommenden Woche das Thema:
http://www1.wdr.de/themen/ratgeber/sp_kleidung/themenwoche-kleidung100.html
http://www1.wdr.de/themen/ratgeber/sp_kleidung/themenwoche-kleidung100.html
Freitag, 22. November 2013
... Nicht-shoppen ist auch keine Lösung
Oh man, oh man.
Da dachte ich, ich bekommen das ganz gut hin mit dem nicht-shoppen.
Alles total einfach.
Ist eh alles irgendwie fast-fashion und ökologisch nicht so super und außerdem brauche ich das meiste ja sowieso nicht.
So weit, so klar.
Und dann passiert mir ganz unvorbereitet nach einem anstrengenden Bürotag das: Ich purzel einfach so an einem trüben, regnerischen Novemberabend über die Zeil (größte Einkaufstrasse in Frankfurt mit echt nur sehr mäßigem Charme. Es gibt halt alles, was es in anderen Städten auch so gibt).
Vorweihnachtszeit.
Hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt, außer in Form einer Lebkuchen-fürs-Büro-Aktion in der letzten Woche, noch nicht mitbekommen.
Bin extra die Abkürzung gegangen und direkt aus der S-Bahn heraus in ein großes Warenhaus, um mir mein "mach-den-Schatten-unter-den-Augen-weg" zu kaufen. Ganz gezielt, meiner ist leer und sonst brauche ich ja nichts. Ha, denkste. Da sind sie alle wieder, die über die Jahre antrainierten "haben-wollen" Reflexe. Oh, brauche ich nicht diese tollen Socken, oder gar die Strumpfhose (die Abteilung liegt neben dran). Ah, durchp die Handtaschen und Handschuhe musste ich auch noch. Das war auf einmal echt hart. Gibt es nicht bald gleich Weihnachtsgeld? Und überhaupt, ich habe jetzt schon mindestens 113 Tage nichts geshoppt (113 Tage! bisschen stolz bin ich schon). Ach und außerdem ist ja gleich Weihnachten, ich könnte mir ja auch mal wieder was schenken. Was Gutes tun :-) Mir, oder meinem Mann, oder schon mal sinnfreie Weihnachtsgeschenke und Verpackungen kaufen.
Halt Stop! Sinnfrei ist nicht!
Um in den nächsten Wochen nicht wieder darauf reinzufallen werde ich am Wochenende mal überlegen wer dieses Jahr was zu Weihnachten bekommt. Basteln und so. Wie im letzten Jahr. Sorry, falls ihr es nicht mochtet, da müsst ihr durch. ;-)
Ach ja mir was Gutes tun steht auch an. Heute habe ich es einfach umgedreht und habe meinem Mann was gekauft. :-)
Puh! Hoffe ich bleibe weiterhin standhaft!
Da dachte ich, ich bekommen das ganz gut hin mit dem nicht-shoppen.
Alles total einfach.
Ist eh alles irgendwie fast-fashion und ökologisch nicht so super und außerdem brauche ich das meiste ja sowieso nicht.
So weit, so klar.
Und dann passiert mir ganz unvorbereitet nach einem anstrengenden Bürotag das: Ich purzel einfach so an einem trüben, regnerischen Novemberabend über die Zeil (größte Einkaufstrasse in Frankfurt mit echt nur sehr mäßigem Charme. Es gibt halt alles, was es in anderen Städten auch so gibt).
Vorweihnachtszeit.
Hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt, außer in Form einer Lebkuchen-fürs-Büro-Aktion in der letzten Woche, noch nicht mitbekommen.
Bin extra die Abkürzung gegangen und direkt aus der S-Bahn heraus in ein großes Warenhaus, um mir mein "mach-den-Schatten-unter-den-Augen-weg" zu kaufen. Ganz gezielt, meiner ist leer und sonst brauche ich ja nichts. Ha, denkste. Da sind sie alle wieder, die über die Jahre antrainierten "haben-wollen" Reflexe. Oh, brauche ich nicht diese tollen Socken, oder gar die Strumpfhose (die Abteilung liegt neben dran). Ah, durchp die Handtaschen und Handschuhe musste ich auch noch. Das war auf einmal echt hart. Gibt es nicht bald gleich Weihnachtsgeld? Und überhaupt, ich habe jetzt schon mindestens 113 Tage nichts geshoppt (113 Tage! bisschen stolz bin ich schon). Ach und außerdem ist ja gleich Weihnachten, ich könnte mir ja auch mal wieder was schenken. Was Gutes tun :-) Mir, oder meinem Mann, oder schon mal sinnfreie Weihnachtsgeschenke und Verpackungen kaufen.
Halt Stop! Sinnfrei ist nicht!
Um in den nächsten Wochen nicht wieder darauf reinzufallen werde ich am Wochenende mal überlegen wer dieses Jahr was zu Weihnachten bekommt. Basteln und so. Wie im letzten Jahr. Sorry, falls ihr es nicht mochtet, da müsst ihr durch. ;-)
Ach ja mir was Gutes tun steht auch an. Heute habe ich es einfach umgedreht und habe meinem Mann was gekauft. :-)
Puh! Hoffe ich bleibe weiterhin standhaft!
Mittwoch, 6. November 2013
... noch 268 Tage. Heute möchte ich gerne shoppen!
Heute möchte ich gerne shoppen.
Einfach so.
Einfach so.
Einfach unvernünftig.
Z.B. So ein paar schicke modische Turnschuhe in grün.
Die würden heute echt gut passen.
Trage heute grün.
Die würden heute echt gut passen.
Trage heute grün.
Oder einfach dies uns das in irgendeinem Fast-Fashion Shop.
Einfach was neues, schönes, egal was.
Merkwürdig, die meiste Zeit fühle ich mich mit meinem Nicht-Shopping ganz wohl. Hab ja nun auch schon 3 Monate ohne große Dramen hinter mich gebracht. Aktuell ist es im Büro wieder ober anstrengend. Vielleicht sollte ich mal schauen an welcher Stelle ich mir sonst was gutes tun kann.
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